Texteinstiege finden, die nicht zum Einschlafen sind

Texteinstieg finden: 5 Techniken für einen knackigen Anfang

Den Einstieg dieses Texts habe ich locker vier Mal geschrieben, gelöscht und wieder neu geschrieben.

Ich will schließlich, dass du beim Lesen der ersten Zeilen nicht einschläfst. Oder – noch schlimmer – gleich wieder auf den Zurück-Button deines Browsers klickst.

(Außerdem wäre es mir echt peinlich, wenn ich dich bei einem Blogpost über knackige Texteinstiege schon nach zwei Sätzen verlieren würde…)

 

Warum ein guter Texteinstieg so wichtig ist

 

Der Texteinstieg entscheidet darüber, ob du weiterliest oder abspringst. Damit ist er eines der wichtigsten Elemente eines Textes.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du einen Text für deine Website, einen Blogartikel oder für einen gedruckten Text schreibst.

Einen guten Texteinstieg zu finden ist nicht leicht. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie du Leser:innen in einen Text ziehen kannst. Aber egal für welche Variante du dich entscheidest – der Einstieg muss sitzen.

 

Texte werden aufmerksamer gelesen

 

Mit einem packenden ersten Absatz ziehst du deine Leser:innen in deinen Text. Wenn er ihre Neugier weckt, werden sie nicht nur weiterlesen. Sie werden auch aufmerksamer lesen, anstatt das Geschriebene nur zu überfliegen und gezielt nach relevanten Informationen abzugrasen.

Letzteres könnte zum Beispiel passieren, wenn sich der Texteinstieg für diesen Artikel so lesen würde:

Ein sinnvoller und auf die Zelgruppe ausgerichteter Texteinstieg ist unverzichtbar, weil er gleich mehrere unterschiedliche Funktionen erfüllen muss. Auf der einen Seite hat er die Aufgabe, die Aufmerksamkeit der Leser:innen zu gewinnen und sie zum Weiterlesen zu animieren. Zum anderen Seite ist es die Aufgabe eines jeden Texteinstiegs, den Leser:innen zu zeigen, dass im weiteren Verlauf des Artikels wertvolle Informationen folgen.

Gähn.

Wahrscheinlich hättest du es dann nicht bis hierhin geschafft, oder?

Du solltest dir daher vor dem Schreiben etwas Zeit nehmen, um ein wenig Gehirnschmalz in die ersten zwei bis drei Sätze deines Textes zu geben.

 

Was macht also eine gute Einleitung aus?

 

Mit einer fesselnden Einleitung…

  1. weckst du die Neugier deiner Leser:innen, sodass sie darauf brennen, weiterzulesen,
  2. …zeigst du deinen Leser:innen, was sie von deinem Text erwarten können,
  3. …gibst du deinen Leser:innen einen Grund, dranzubleiben.

Falls du jetzt ins Schwitzen kommst und darüber nachdenkst, das Schreiben an den Nagel zu hängen, habe ich eine gute Nachricht für dich:

Es gibt einige Techniken für wirksame Texteinstiege, die du nutzen kannst. Hier sind meine fünf Favoriten.

 

Texteinstieg #1 – Stelle eine Frage

 

Mit einer Frage in den Text einzusteigen ist eine beliebte Methode. Auf diese Weise stellst du direkt eine Verbindung zu deinen Leser:innen her. Diese Technik setzt allerdings voraus, dass du deine Zielgruppe gut kennst und weißt, dass sie deine Frage mit einem inneren Kopfnicken beantworten werden. Sie erkennen sich und ihre Situation wieder und fühlen sich von dir verstanden.

Da ich weiß, dass viele meiner Leser:innen Probleme haben, beim Texten einen Anfang zu finden und sich dabei immer wieder im Kreis drehen, könnte sich mein Einstieg in den Artikel auch so lesen:

Kennst du das? Du willst einen Text schreiben, aber weißt einfach nicht, wie du anfangen sollst? Du tippst ein paar Zeilen, dann löschst du alles und fängst wieder von vorne an?

Nachdem ich die Frage gestellt habe, beschreibe ich das Problem, das meine Leser:innen umtreibt. Dabei gehe ich ziemlich ins Detail.

Die Frage muss aber nicht immer auf ein Problem hinweisen. So könntest du sie auch positiv formulieren:

Willst du Texteinstiege schreiben, die deine Leser:innen vor Neugier fast platzen lassen?

 

Texteinstieg #2 – Beschreibe ein Problem und seine Lösung

 

Auch für diese Strategie musst du deine Zielkund:innen gut kennen. Für wen schreibst du den Text? Frage dich, was sich deine idealen Kund:innen wünschen, wovon sie träumen, welche Probleme sie haben und wovor sie Angst haben.

Bei dieser Technik beschreibst du ein typisches Problem deiner Zielgruppe und malst ein Bild davon, wie das Leben deiner Leser:innen ohne dieses Problem aussehen. Diese Methode eignet sich besonders gut für Verkaufstexte, zum Beispiel auf einer Landingpage. Für das Angebot eines Schreibtrainings könnte das beispielsweise so aussehen:

Schluss mit stundenlangem Grübeln über den perfekten Texteinstieg. Wie wäre es, wenn du stattdessen mit einer klaren Strategie an deinen Text rangehst und binnen kurzer Zeit eine zündende Einleitung schreibst?

 

Texteinstieg #3 – Erzähle eine Story  

 

Du kannst deinen Text auch mit einer Geschichte oder einer kleinen Anekdote beginnen. Hast du vielleicht einmal etwas erlebt, das deine Kernbotschaft untermauern könnte?

Neulich habe ich einen Vortrag besucht. Zu einem Thema, das mich schon seit langem interessiert. Die Ankündigung war verheißungsvoll und ich war aufgeregt wie ein kleines Kind vor der Bescherung an Heiligabend. Aber als der Referent zu reden anfing, wich meine Begeisterung herber Enttäuschung. Schon die Einleitung in den Vortrag war so einschläfernd, dass ich eingenickt war, bevor es überhaupt losging.

Im nächsten Schritt kannst du dann von der Geschichte auf dein Artikelthema überleiten.

Aber bitte: Erzähle nur Geschichten und Anekdoten, die du wirklich erlebt hast!

 

Texteinstieg #4 – Mach ein Versprechen

 

Diese Methode baut auf die Neugier deiner Leser:innen. Sie funktioniert bei fast jedem Text. Du gibst deinen Leser:innen ein Versprechen, das dein Text erfüllen wird. Können deine Leser:innen etwas lernen? Sind sie danach in der Lage etwas zu tun, was ihnen jetzt noch schwerfällt? Achte aber darauf, in der Einleitung noch nicht zu viel zu verraten. Du willst ja, dass deine Leser:innen bis zum Ende bleiben.

In diesem Blogartikel lernst du, wie du souverän und ohne zu grübeln krachende Texteinstiege schreibst.

Mit welchen Methoden deine Zielgruppe dieses Ziel erreichen kann, solltest du im Texteinstieg nicht vorwegnehmen.

 

Texteinstieg #5 – Nenne harte Fakten

 

85 Prozent aller Leser:innen springen nach dem Lesen der Einleitung ab.

Manchmal bietet es sich an, mit Zahlen und Fakten in einen Text einzusteigen. Vorausgesetzt, diese Fakten beeindrucken deine Leser:innen. In diesem Fall stützt die (für dieses Beispiel fiktive) Zahl meine Message, dass gute und packende Einstiege sehr wichtig sind.

 

Texteinstieg finden: Starte mit kurzen Sätzen

 

Du merkst also, es gibt viele Möglichkeiten, mit dem Schreiben eines Texts zu beginnen. Die genannten Einstiegs-Techniken sind auch nur einige von vielen. Wenn du dich ein bisschen mit den verschiedenen Möglichkeiten beschäftigst, wird es dir leichter fallen, einen Anfang zu finden.

Mein Tipp: Egal für welche dieser Methoden du dich entscheidest: Ich empfehle dir, mit einem kurzen knackigen Satz in den Text einzuführen. Denn wenn sich deine Leser:innen schon in der Einleitung an einem langen Bandwurm entlang schlängeln müssen, sind sie schnell wieder weg.

Ob mit einer Frage, mit Fakten oder einer Problembeschreibung: Bei jedem Texteinstieg solltest du deine Leser:innen direkt ansprechen, um eine Verbindung zwischen ihnen und dir herzustellen. Wenn du mit einer Anekdote in den Text einführst, kannst du zwischendurch eine Frage an deine Leser:innen einstreuen.

Hat dir der Artikel gefallen? Schreib mir doch, was dir beim Texteinstieg am schwersten fällt. Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Du suchst weitere Tipps und Tricks rund ums Texten? Dann schau mal in meine anderen Blogartikel:

Warum SEO? 3 Gründe, warum sich Suchmaschinenoptimierung auch für dein Business lohnt

Texter-Briefing schreiben: Anleitung mit Vorlage

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Deine Nadja

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