Hook schreiben: So packst du Leser ab der ersten Sekunde

Hook schreiben: So packst du Leser ab der ersten Sekunde

Da saß ich.

Meine Klamotten nass.

Mein Geld weg.

Um aus der Nummer rauszukommen, gab es genau EINE Möglichkeit.

Na, bist du neugierig, wie es weitergeht?

Dann hat der Hook funktioniert.

Was ist ein Hook?

Im Copywriting kommen Hooks zum Einsatz, um direkt am Anfang eines Textes die Aufmerksamkeit der Leser:innen zu bekommen. Ein packender Hook macht neugierig auf das, was als Nächstes kommt. Er zieht die Leser:innen also wie ein Magnet in den Text hinein.

Früher, als ich noch als Print-Redakteurin gearbeitet habe, haben wir das Ding “Aufhänger” genannt. Schon damals war ein packender Texteinstieg das A und O, um Leser:innen zu catchen.

Heute ist ein starker Hook noch wichtiger denn je.

Denn jeden Tag prasseln zahllose Werbebotschaften auf uns ein, überall wird uns kostenloser Content geboten. Unsere Aufmerksamkeitsspanne wird kürzer und kürzer. Wir entscheiden binnen Sekunden, ob etwas spannend ist oder uns langweilt. Wer da eine lange Leitung hat oder schon im Texteinstieg herumeiert, hat seine Leser:innen verloren, bevor sie überhaupt anfangen, einen Text zu lesen.

Hook-Beispiele, Dos and Dont´s für deinen Texteinstieg

In diesem Artikel erfährst du, was einen guten Hook ausmacht, warum er so wichtig ist und wie du ihn schreibst. Und ich zeige die viele Hook-Beispiele, damit du direkt sehen kannst, was ich meine.

Übersetzt bedeutet Hook übrigens  „Haken“ – was ich viel treffender finde als Aufhänger.

Wirf den Haken aus – mit dem richtigen Köder

Stell dir also vor, du wirfst schwungvoll deine Angel aus, mit dem Ziel, dass deine Wunschkund:innen anbeißen.

Das machen sie natürlich nicht, wenn du ihnen einen labberigen, geschmacksneutralen Köder auswirfst. Du musst ihnen schon etwas Verheißungsvolles und Spannendes bieten. Einen Leckerbissen, dem sie nicht widerstehen können.

Ein guter Hook hat also die wichtige Aufgabe, deine Leser:innen zum Weiterlesen zu bewegen. Das macht ihn zum wichtigsten Element deiner Verkaufstexte.

Der Hook entscheidet darüber, ob deine Copy konvertiert oder nicht.

Hätte es dich etwa neugierig gemacht, wenn der Hook dieses Artikels dieser gewesen wäre:

  • Nachem mir vergangene Woche meine Geldbörse gestohlen wurde und ich auch noch in einen Regenschauer gekommen war, musste ich wohl oder übel zum ersten Mal in meinem Leben trampen.

Wohl eher nicht. Ich hätte dir keinen Grund dazu gegeben, wenn ich alles schon im ersten Satz verraten hätte.

Wo kommt der Hook zum Einsatz?

Im Copywriting brauchst du IMMER einen starken Hook. Egal, ob du eine Salespage, eine Landingpage, Werbeanzeige oder eine E-Mail schreibst. Auf Instagram werden Hooks gerade nahezu gehyped. Kein viraler Beitrag ohne einen starken Hook. Kein Insta-Profi, der dir nicht sagt, wie wichtig die Dinger sind.

Ein guter Hook macht keine falschen Versprechungen

Bestimmt kennst du sie auch, wenn du dich durch deinen News-Feed wischst: Überschriften, die dir eine krasse Sensation versprechen. Sowas wie:

  • Traumatisches Erlebnis zwingt Promi X in die Knie

Du klickst, um weiterzulesen.

Und erfährst, dass dieses traumatische Erlebnis ein verbrannter Kuchen war.

Du fühlst dich verarscht.

Der Hook hat dir ein Versprechen gemacht, das er nicht halten konnte. Er hatte einzig das Ziel, dich zum Klicken zu verleiten. Dein Vertrauen ist so schnell verschwunden wie deine Maus zur Backspace-Taste gehuscht ist.

Mit dieser Art von Clickbait hat ein guter Hook nichts zu tun. Wir wollen unseren Leser:innen auf ehrliche Weise relevante und empathische Inhalte liefern. Achte also immer darauf, dass du das Versprechen, das du im Hook gibst, in deinem Text auch einlöst.

7 Hook-Arten, die immer funktionieren

Aber was genau macht einen guten Hook aus?

Ein fesselnder Texteinstieg kann auf verschiedene Arten Spannung aufbauen und Neugier wecken. Er kann provozieren, schockieren, Fragen aufwerfen, irritieren oder einfach das Verlangen wecken, mehr zu erfahren. Aber alle Arten von Hooks haben etwas gemeinsam:

  • Sie sind relevant für die Zielgruppe (wie immer im Copywriting musst du genau wissen, wen du mit deinem Text zur Handlung bewegen willst)
  • Sie wecken Gefühle bei den Leser:innen
  • Sie heben sich von der Masse ab und machen allein dadurch neugierig auf den Text

Hier kommen 7 Hook-Arten, die deine Leser:innen aufhorchen lassen und neugierig auf deinen Text machen.

#1 Erzähle eine persönliche Geschichte

Starte mit einer persönlichen Story in deinen Text. Dieser Hook ist mein persönlicher Favorit, weil dir damit die Aufmerksamkeit deiner Leser:innen sicher ist. Sie wollen wissen, wie es weitergeht und können fast nicht anders, als weiterzulesen.

So ist es im Copywriting generell mit Storys. Sie sind nicht nur aufmerksamkeitsstark, sondern wirken auf emotionaler Ebene. Damit bleiben sie auch automatisch besser in den Köpfen deiner Leser:innen hängen.

Den Einstieg über eine persönliche Story nutze ich besonders gerne für meinen Newsletter (kriegste hier, by the way), um dann zu meinem eigentlichen Thema überzuleiten.

Ein Beispiel für einen Story-Hook ist der Einstieg in diesem Artikel.

#2 Ein starkes Statement, das Fragen aufwirft

Dieser Hook überrascht deine Leser:innen im ersten Moment. Er funktioniert besonders gut, wenn dein Statement mehr Fragen aufwirft als es beantwortet.

Hier ist ein Beispiel aus einem Instagram-Post von mir. Der Hook:

  • Deine Kund:innen interessieren sich nicht für dein Produkt.

Im weiteren Text habe ich dann erklärt, was ich damit meine:

  • Für deine Kund:innen steht nicht dein Produkt im Vordergrund. Sie sind an einer Lösung für ihr Problem interessiert. Sie wollen wissen, ob deine Lösung ihnen ermöglicht, was sie sich wünschen. Auf welchem Weg oder mit welchem Produkt sie diese Lösung erreichen, ist erstmal zweitrangig.

Überlege dir: Was denken oder tun viele deiner Leser:innen, weil es alle es machen?

Beim Copywriting beobachte ich zum Beispiel, dass meine Zielgruppe ihren Kund:innen oft Erfolg verspricht – Erfolg im Job, Erfolg im Marketing. Das habe ich in diesem Instagram-Post umgedreht:

Hook schreiben-Grafik

Danach habe ich erklärt, was ich meine: Viele Menschen versprechen ihren Kund:innen Erfolg, Leichtigkeit oder Wohlbefinden. Diese Versprechen sind aber viel zu schwammig und austauschbar und müssen konkreter und greifbarer gemacht werden. Wie das geht, habe ich im weiteren Text anhand von Beispielen gezeigt.

#3 Mache auf ein Problem aufmerksam

Dieser Hook ist perfekt, um deiner Zielgruppe in einem frühen Zeitpunkt ihrer Customer Journey auf ein Problem aufmerksam zu machen, das die möglicherweise haben und um ihnen eine Lösung aufzuzeigen.

Dazu kannst du beginnen mit: Wusstest du,…?

  • Wusstest du, dass schlechte Texte dich jede Menge Kund:innen kosten?
  • Wusstest du, dass viele Websites ihr Geld nicht wert sind?

Danach erklärst du ihnen, was sie tun können, um diesem Problem vorzubeugen, die Risiken zu minimieren oder das Problem aus der Welt zu schaffen.

#4 Nenne Zahlen und Fakten

  • Jede dritte Frau in Deutschland wird von Altersarmut betroffen sein.
  • Du hast genau 3 Sekunden, um deine Website-Besucher:innen zu überzeugen.

Mit Zahlen und Fakten schaffst du Relevanz schon zu Beginn deines Textes. Für diesen Hook kannst du dir zum Beispiel Statistiken zu deinem Thema raussuchen, auf die du dich im Text beziehst. Wenn sie überraschend und aussagekräftig sind, weckst du bei deiner Zielgruppe direkt das Verlangen, mehr darüber zu erfahren.

#5 Stelle (provokante) Fragen

Dieser Hook lässt deine Leser:innen aufhorchen.

  • Warum sollten deine Wunschkund:innen bereit sein, in deinen Kurs zu investieren?
  • Langweilst du deine Leser:innen mit blutleeren Floskeln?
  • Ist dein Onlinebusiness zum Scheitern verurteilt?

Leser:innen, die diesen Texteinstieg lesen, wollen natürlich wissen und sichergehen, dass sie alles richtig machen. Sie werden neugierig und lesen weiter.

#6 Zeige neue Perspektiven auf

In diesem Hook spielst du mit einer Überzeugung oder einem Glaubenssatz deiner Leser:innen, den du bestätigst – und ihnen dann eine neue Perspektive aufzeigst. Beim Lesen kommt ihnen erst der Gedanke “Ha, hab ich schon immer gesagt.”

Und dann machst du das Thema auf und zeigst ihnen eine Perspektive, die sie noch nicht kennen oder eine Info, die für sie neu ist.

“Dein Produkt verkauft sich nicht, weil es nicht gut genug ist.”

“Oder es verkauft sich nicht, weil dein Copywriting schlecht ist.”

Durch das Aufmachen einer neuen Perspektive oder neuer Informationen weckst du die Neugier deiner Leser:innen, weil sie erfahren wollen, was sie bisher nicht sehen konnten.

# 7 Sprich einen Wunsch oder Problem an

Auch für diesen Hook ist es wichtig, dass du deine Wunschkund:in so gut kennst wie deine beste Freundin.

Was beschäftigt sie? Womit schlägt sie sich herum? Wovon will sie unbedingt weg und was wünscht sie sich am meisten?

Wenn du das weißt, kannst du das Problem oder den Wunsch in den Hook integrieren:

  • Du hast viel Zeit und Mühe in deine Landingpage investiert und sie konvertiert nicht?
  • Deine E-Mailliste ist prall gefüllt, aber niemand kauft bei dir?

Hier sollen deine Leser:innen schon beim Hook das Gefühl kriegen: „Wow, du kennst mich gut. Genau das brauche ich!“

Fazit: Hooks sind mächtig. Nutze sie mit Bedacht.

Egal in welcher Textform du sie nutzt, für welchen Traffic-Kanal und egal für welche Art von Hook du dich entscheidest: Der Hook ist der Schlüssel zur Aufmerksamkeit deiner Leser:innen. Wie immer im Copywriting ist es auch für die meisten Hooks wichtig, dass du deine potenziellen Kund:innen gut kennst.

Wenn du weißt, wo sie gerade stehen und welche Statements, Fakten oder Informationen sie aufhorchen lassen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie weiterlesen wollen.

Achte aber immer darauf, dass dein Hook die Erwartungen deiner Zielgruppe im weiteren Text nicht enttäuscht. Verlässlichkeit und Authentizität (schreckliches Wort, ich weiß) sind entscheidend, um das Vertrauen potenzieller Kund:innen zu bekommen und zu behalten. Wenn dein Hook in die Irre führt oder Leser:innen manipuliert, dann mag er zum Klicken anregen, verfehlt aber letztendlich sein Ziel und kostet dich potenzielle Kund:innen.

Ein smarter und gut durchdachter Hook hingegen öffnet dir Türen und Tore zu den Herzen deiner Leser:innen und zu höheren Conversions.

Apropos höhere Conversions: Wenn du ab sofort mit Kundenstimmen die Kaufbereitschaft deiner Website-Besucher:innen wecken willst, dann leg ich dir meinen Kundenstimmen-Guide „Feedback-Feuerwerk“ ans Herz.

 

 

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Mockup vom Kundenstimmen-Guide
Nadja Hinz sitzt auf Sessel mit Kopfhörern

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Als Texter:in Aufträge ablehnen?

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Nadja Hinz in der Küche mit einem Kaffee„Oh.“

Das war das Einzige, was mir neulich im Erstgespräch über die Lippen kam, als der Interessent mir von dem Produkt erzählte, mit dem er sein Geld verdient.

Ab diesem Punkt konnte ich es kurz machen. Freundlich, aber bestimmt, lehnte ich die Anfrage ab. Warum, dazu komme ich später.

Es gibt viele Gründe, warum wir als Selbstständige Aufträge nicht annehmen. Zum Beispiel, weil die Chemie zwischen dem oder der Interessent:in und uns nicht stimmt. Oder weil die Bedingungen nicht passen. Oder uns das Thema nicht liegt.

Website brachte den Wendepunkt

​​Ich weiß, dass längst nicht jede:r in der glücklichen Situation ist, Aufträge einfach so abzulehnen. Erst gestern habe ich mir die Aufzeichnung von einem Positionierungs-Coaching angesehen, das ich vor vier Jahren bei Lilli Koisser gemacht habe. Darin hatte ich ihr erzählt, ich könne es mir finanziell gar nicht leisten, einen Auftrag abzulehnen und würde mir wünschen, eines Tages nicht mehr alles annehmen zu müssen.

Den Wendepunkt haben damals meine Website-Texte gebracht. Nach dem Positionierungscoaching habe ich angefangen, mit meinen Texten gezielt die Menschen anzusprechen, die zu mir passen. Auf meiner Website konnten sie lesen, für wen ich meine Leistungen anbiete, wie ich arbeite, mit wem ich gerne arbeite und was mir dabei wichtig ist.

Erste ​Anfragen von Wunschkund:innen

Das Resultat: Mit der Zeit kamen fast ausschließlich Anfragen von Menschen, mit denen ich mir eine Zusammenarbeit gut vorstellen konnte. Von Menschen, die den Wert starker Texte zu schätzen wissen und die nicht vorhatten, um Preise zu feilschen.

Während die Zahl der Anfragen, die über die Website reinkamen, stieg, konnte ich mir zum ersten Mal bei Aufträgen überlegen, ob ich sie annehmen will oder nicht. Das ist ein großartiges Gefühl. Inzwischen ist es ganz normal geworden, dass ich nur Aufträge annehme, die ich spannend finde – für Unternehmen, mit denen ich mich identifizieren kann.

Menschen mit gleichen Werten anziehen

Und damit sind wir an einem Punkt angekommen, der mir besonders wichtig ist. Wenn wir es schaffen, mit unseren Inhalten Kund:innen anzuziehen, die unsere Ansichten und Werte teilen, dann bekommt Arbeit eine neue Bedeutung. Für mich zum Beispiel fühlt sie sich seitdem weniger nach Arbeit an. Es macht einfach mehr Freude, den richtigen Kund:innen mit der eigenen Arbeit weiterzuhelfen.

Und genau deshalb gab es so kurzen Prozess bei dem Erstgespräch, das ich erwähnt hatte. Im weitesten Sinne ging es um ein Unternehmen aus der Rüstungsindustrie. Meine Grenzen sind hier sehr klar und haben mir die Entscheidung leicht gemacht. Eine Zusammenarbeit kam aus ethischen Gründen nicht infrage.

Willst du auch mehr Freiheit in deinem Business?

Dank meiner Website, die für mich Kund:innen gewinnt, tat diese Entscheidung nicht weh. Sie war einfach logisch. Und der nächste Kunde oder die nächste Kundin, die zu mir passt, kommt bestimmt.

Falls du auch Website-Texte willst, die dir mehr Freiheit bei der Auswahl deiner Kund:innen ermöglichen, du einen Text- oder Positionierungs-Workshop brauchst, schick eine Mail an mail@nadjahinz.de und gib mir Bescheid.